Australische Behörden haben eine neue behördenübergreifende Arbeitsgruppe im Land eingerichtet, um betrügerische Online-Casino-Websites zu bekämpfen. Die vom National Fraud Center initiierte Maßnahme richtet sich gegen Plattformen, die Einzahlungen von Spielern akzeptieren, bevor sie Auszahlungen blockieren oder zusätzliche Zahlungen verlangen.
Die Anzahl der Betrugsfälle ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Das National Fraud Center verzeichnete 2024 677 Beschwerden, die zu Verlusten in Höhe von 312.000 US-Dollar führten. Bis 2025 stieg die Anzahl der gemeldeten Fälle auf 806, wobei die Gesamtschäden 1,11 Mio.
US-Dollar erreichten. Beamte weisen darauf hin, dass die tatsächliche Anzahl der betroffenen Nutzer wahrscheinlich höher ist, da viele Spieler davon ausgehen, dass sie ihr Geld einfach in legitimen Spielen verloren haben, anstatt auf einen Betrug gestoßen zu sein.
Wie betrügerische Plattformen funktionieren
Diese Websites imitieren in der Regel das Design und die Funktionalität lizenzierter Casinos, um legitim zu wirken. Betreiber können zunächst kleine Auszahlungen tätigen, um das Vertrauen der Spieler zu gewinnen, bevor sie nach größeren Einzahlungen den Zugriff auf die Mittel einschränken. Weitere Taktiken umfassen die Veränderung von Spielergebnissen, die Erhebung unerwarteter Gebühren und die Bewerbung von Empfehlungsprogrammen, die Nutzer dazu ermutigen, Freunde einzuladen. Die neu gegründete Task Force bringt Vertreter von Strafverfolgungsbehörden, Finanzinstituten, Telekommunikationsanbietern, digitalen Plattformbetreibern und Regierungsabteilungen zusammen.Die Koalition wird bis Ende 2026 tätig sein. Zu ihrem Mandat gehören die Analyse aktueller Betrugsmuster, die Überprüfung von Methoden zur Abfangung unbefugter Transaktionen und die Verbesserung der öffentlichen Aufklärung über die Sicherheit des Online-Glücksspiels. Die Informationen wurden von iGaming News berichtet.