Evolution Gaming hat sich mit der UK Gambling Commission auf eine Einigung in Höhe von 4,75 Millionen Pfund geeinigt, nachdem eine 18-monatige Untersuchung über die unbefugte Verteilung von Inhalten durchgeführt worden war. Die Überprüfung ergab, dass zwei nicht lizenzierte Betreiber die Spiele des Anbieters auf sechs Websites an britische Verbraucher bereitgestellt haben.
Ergebnisse der Untersuchung
Die Aufsichtsbehörde leitete die Untersuchung im Dezember 2024 ein. Evolution bestätigte, dass die nicht lizenzierten Betreiber „die damals geltenden Beschränkungen aktiv umgangen haben“. Der Anbieter beendete die geschäftlichen Beziehungen mit beiden Unternehmen unverzüglich nach der Entdeckung. Das Unternehmen erklärte, dass die Überprüfung kein breiteres Muster eines nicht lizenzierten Zugriffs auf seine Inhalte im britischen Markt identifiziert habe.Europäische Ring-Fencing-Maßnahmen
Nach der ersten Untersuchung führte Evolution im Februar Ring-Fencing-Maßnahmen in ganz Europa ein, um unbefugten Zugriff zu verhindern. CEO Carlesund erklärte, diese Maßnahmen hätten sichergestellt, dass die Spiele nicht über andere nicht lizenzierte Betreiber bereitgestellt wurden. Der Anbieter berichtete, dass die Rentabilität durch diese Wende beeinträchtigt wurde, wobei der Gewinn im ersten Quartal 2025 um 5,4 % auf 254,7 Millionen Euro sank. Die Nettoumsatzerlöse der Gruppe beliefen sich in diesem Zeitraum auf 521 Millionen Euro, was einem Anstieg von 3,9 % gegenüber dem Vorjahr entspricht.Carlesund merkte an, dass die negativen Auswirkungen auf den Umsatz in Märkten mit geringer Kanalisierung am deutlichsten waren. Während der Anbieter behauptet, die stärksten Ring-Fencing-Maßnahmen in der Branche zu haben, haben regulierte Märkte an Boden verloren. Infolgedessen verlagert Evolution seinen Fokus auf die Amerikas, wo eine stabilere Umgebung erwartet wird, die weiteres Wachstum antreiben wird.
Der Anbieter ging ursprünglich davon aus, dass die Überprüfung der Kommission bis Ende 2025 abgeschlossen sein würde. Während der Quartalskonferenz im Oktober gab Carlesund zu verstehen, dass der Zeitplan weiterhin in den Händen der Aufsichtsbehörde liege.